Cusco
Nach den Geschichten, die über viele Generationen der Quechua-Bevölkerung weitergegeben wurden, gründete der Monarch Manco Capac die Stadt Cusco zu Beginn des 13. Jahrhunderts v. Chr. mit Hilfe seiner drei Brüder und vier Schwestern. Unter Inka-Herrschaft wuchs und entwickelte sich das Reich fortwährend: Die Systeme älterer Kulturen wurden verbessert und den neuen Bedürfnissen angepasst; riesige Strukturen wie Strassen und Brücken aus Stein wurden gebaut; der Getreideanbau wurde gefördert und dank dem Bau von Bewässerungskanälen und Aquädukten um vieles effizienter; zudem wurden riesige Festungen gebaut. Aber, wie in vielen anderen grossen Reichen, führten der Kampf um die Macht und der persönliche Ehrgeiz zu seinem Untergang. Als Francisco Pizarro Peru zu kolonisieren begann, war das Inka-Reich bereits geschwächt durch Unstimmigkeiten zwischen Atahualpa und seinen Halbbruder Huascar darüber, wer von den beiden der Thronfolger ihres Vaters werden würde.
Trotz allen Machtkämpfen bewährt die Stadt Cusco noch heute viele Reste des ehemaligen Grossreiches und seines Glanzes. All diese Überreste sind, zusammen mit den vielen Gebäuden aus der Kolonialzeit, zu obligatorischen Stopps auf den meisten Reiserouten durch Peru geworden. Jeder Besucher von Cusco wird irgendwann an der zentralen Plaza de Armas vorbei kommen, dem Herzen Cuscos, wo die eindrückliche Kathedrale nicht zu übersehen ist. Der Bau wurde 1556 begonnen und wegen eines Erdbebens wurde sie bis 1654 nicht fertig gestellt. Der riesige Tempel wurde im Renaissance-Stil erbaut und in Form eines Römischen Kreuzes angelegt. Einige seiner wichtigsten Kapellen sind die Kapelle des Señor de los Temblores, der Virgen de los Remedios und der Inmaculada Concepción, die auch als "La Linda" oder die Hübsche bekannt ist.
Die Identität der Kultur wird von ihrem wichtigsten und berühmtesten Krieger, Regierungsbeamten und Staatsmann, dem Grossen Inka Pachakuteq, Gründer des Tawantinsuyo-Reiches, vertreten. Eines der grössten (34 Meter hoch) und eindrücklichsten Monumente Lateinamerikas wurde in seiner Ehre errichtet und befindet sich im der Strassenkreuzung desselben Namens. Eine der bedeutendsten Traditionen des peruanischen Volkes ist das Inti Raymi, das Sonnenfest, das am 24. Juni zu Ehren des Sonnengottes gehalten wird. In der Festung "Fortaleza del Halcón", etwas über des Stadt Cusco gelegen, versammelt sich die Stadtbevölkerung an diesem Tag und es findet eine Parade mit traditionellen Kostümen, Musik und Rhythmen statt. In dieser Parade erscheint auch ein Repräsentant des Grossen Inka Pachakuteq, betet in Namen des Volkes den Sonnengott Inti an und verspricht diesem Gehorsam, Respekt und Verehrung. Diese Zeremonie reflektiert die immer noch tiefe Verehrung, welche die Bewohner von Cusco für die alte Kultur der Inkas haben. In der Ansicht der jüngeren Generationen war jenes Zeitalter eine Epoche unvergleichbaren Reichtums, Grossartigkeit und wird von vielen als das grösste Zeitalter in der Geschichte der Anden angesehen.
Die Stadt Cusco befindet sich unter blauem Himmel und üppigem Grün mitten in den Anden, auf 3200 Meter über dem Meeresspiegel, und bleibt bis heute ein ewiges Vermächtnis Perus reicher und unvergleichbarer Geschichte. Aufgrund der Höhenlage wird es in der Nacht sehr kalt, tagsüber scheint fast immer die Sonne, aber es bleibt das ganze Jahr über meist kühl. Dies kann jedoch als gute Ausrede dienen, um auf einem der vielen Märkten einen schönen Alpaka-Wollpullover, Schals oder andere Souvenirs aus Textilien einzukaufen, für die das Land berühmt ist.
Umgeben vom Reichtum ihrer Inka-Geschichte und mit dem Komfort einer international bekannten Stadt, ist Cusco ein ausgezeichneter Ort, um Spanisch zu lernen und gleichzeitig viele spannende Ausflüge zu machen und ein völlig anderes Leben zu geniessen.





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